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5x geheime Speakeasys in Weltstädten

In den Zwanzigerjahren war der Genuss von Alkohol in den USA mehr als dreizehn Jahre lang (!) verboten. Das war für viele Menschen unvorstellbar; darum versteckte man die Bars hinter Geheimtüren, sogenannte „Speakeasys“ (wörtlich: Flüsterkneipen). Diese Bars befanden sich an Orten, die nicht so leicht zu finden waren, und an der Tür musste man oft eine Parole angeben, um eingelassen zu werden. Der Ausdruck entstand als Kate Hester, die Besitzerin des ersten Speakeasys in Pittsburg, ihren Gästen zurief: „Speak easy, boys! speak easy!“. Aber seit ein paar Jahren gibt es an verschiedenen Orten in der Welt neue Speakeasys. So findet man in Schanghai zum Beispiel ein Speakeasy hinter einem Coca-Cola-Automaten und in New York eine geheime Bar hinter einem Fischmarkt. Aber wo sich die Speakeasys sich genau befinden? Das weiß natürlich niemand ...

„Apotheke“, New York
Wenn sie gut suchen, finden sie hinter den Fußmassagesalons und dem Fischmarkt in der Doyers Street in New York ein ganz tolles Speakeasy namens „Apotheke“. Das war früher der Ort in Chinatown, an dem heimlich Opium verkauft wurde - heutzutage werden hier mehr als 250 verschiedene Cocktails serviert. Montags, Dienstags und Sonntags treten hier live Jazz-Bands auf und die Parole um eingelassen zur werden wird jeden Monat geändert. Suchen sie darum bei @apothekenyc  auf Twitter nach Hinweisen.

„Flask“,  Schanghai
Vor kurzem eröffnete in Schanghai das „Flash“, das neueste Speakeasy der Stadt, seine Türen hinter einem vintage Coca-Cola-Automaten. Der steht in einem lustigen, hellen Sandwichladen (niemand weiß in welchem), und sobald man die Tür gefunden hat, wird man durch einen Gang in eine moderne, gemütliche Bar geleitet, die völlig im Stil der 20er Jahre eingerichtet ist. Hier braucht man also keine Parole zu kennen! 

„Hiding in Plain Sight“, Amsterdam
Wussten sie, dass die Cocktails auch in der Zeit der Speakeasys entstanden sind? Um den Geschmack des industriellen Alkohols zu verschleiern, mischten die Bartender Limonade und Früchte in ihre Getränke. Et voilà, der Cocktail war geboren! Im „Hiding in Plain Sight“ serviert ungewöhnlich gekleidetes Personal mit Schnurrbärten, Fliegen und in schnieken Oberhemden altmodische Cocktails. Die Bar verbirgt sich irgendwo in der Nähe des Nieuwmarkts in Amsterdam.

„Cellardoor“, London
Es kostet schon einige Mühe, um diesen viktorianischen Club in der Wellington Street in London zu finden, aber wenn man ihn einmal gefunden hat, wird man für die Suche auch belohnt. Die Einrichtung ist futuristisch und vintage zugleich, mit violett erleuchteten Treppen und Drag-Queens hinter der Bar. Im „Cellardoor“ finden regelmäßig Musical- und Kabarettauftritte statt, meistens kostenlos.

„Butcher’s Bar“, Berlin
Die „Butcher's Bar“ befindet sich im Viertel Berlin-Mitte - versteckt in einem Currywurstladen am Rosenthaler Platz. Wenn sie dort hineingehen, gehen sie dann bei der Telefonzelle nach rechts und dann nach links. Dann müssen sie noch nach einer zweiten versteckten Telefonzelle suchen, in der sich die Klingel für den Einlass befinden sollte. „Butcher's Bar“ ist vor allem auf Whiskey-Cocktails spezialisiert, die man dann in einer von Schlachthäusern inspirierten Einrichtung trinkt.

Haben wir auf dieser Liste ein Speakeasy ausgelassen? Lassen sie es uns dann wissen!

In ihrer Freizeit bloggt Vicky auf ihrem Essensblog.

Text: Vicky de la Cotera Manrique
Fotos: Facebook Hiding in Plain Sights, © Aude Adrien und Facebook Butcher’s Bar

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